Eine Woche WoMo Hymer-Exsis getestet

Am letzten Freitag durfte ich endlich mein Miet-WoMo für eine Woche in Empfang nehmen. In Wülflingen überreicht mir Herr Forster nach einer kurzen Einführung die Schlüssel und wünschte mir eine gute Reise.
Gleich vorweg, die Fotogalerie von Zermatt und hier von Flüelen


So brachen mein Vater und ich am Samstag Mittag nach Zermatt auf. Nach einer vier stündigen Fahrt – inklusive Autoverlad – kamen wir in Täsch an, bezogen unseren Platz und richteten uns ein. Campingleben kann ja sooo gemütlich sein, einfach, unkompliziert und voller Erlebnisse. Zum Beispiel haben wir live miterlebt wie es ein Camper aus unserem Nachbarland geschafft hat, sein WoMo genau zwischen die Eisenbahnschranken mitten auf den Schienen zu parken. Angeblich hat er das Signal nicht beachtet. Der Zug kam und das WoMo war noch immer unter der Schranke eingeklemmt. Dank dem beherztenm eingreifen zweier Anwesenden ist es dann gelungen das WoMo rechtzeitig von den Schienen zu bewegen. Das war vielleicht eine Aufregung. Aber auch banale Dinge wie der Schwatz beim Abwasch machen das Campen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Sonntag morgen 7 Uhr, der Wecker klingelt; und das in den Ferien. Doch schliesslich wollen wir heute auf die Ski und müssen dementsprechend früh aufstehen. Um halb zehn stehen wir auf dem Gletscher, die Skis angeschnallt und bereit für die erste Abfahrt. Die Pisten sind bis etwa 11 Uhr hart und griffig, ab dann nur noch Sulz. Ein Traum! Frühlingsskifahren mitten im Sommer. 🙂
Um 12 Uhr war dann fertig skifahren und mit der Bahn gings zur Station „Trockener Steg“. Dort tauschten wir die Skistiefel gegen Turnschuhe und den Skianzug gegen TShirt und Shorts. So ausgerüstet stiegen wir noch eine knappe halbe Stunden den Berg hoch zur Gandegghütte auf 3030 m.ü.M. Dieses Panorma von der Hütte ist einfach Traumhaft. Blick gegen Osten: Monterosamassiv, Blick gegen Süden: Breithorn, Castor, Polux, Lyskamm und den Blick gegen Westen: das Matterhorn. Von bröselnden Felsen aufgrund der globalen Erwärmung haben wir nichts gesehen. Noch steht alles an seinem Platz und wird es hoffentlich auch bleiben.
Nach gut 1 1/2h machten wir uns auf den Abstieg und auf den Weg zurück zum Zeltplatz Täsch.

Montag ist leider schon Abreisetag. Weil wir noch einmal auf die Skis wollen und das eine halbe Stunde früher, klingelte der Wecker schon um 6:30 Uhr. Leider den Bus knapp verpasst und somit wieder zeitgleich wie tags zuvor. Tja nu, hätten wir doch länger schlafen können.
Wieder um halb 10 auf dem Gletscher, doch diesmal leider nicht mehr so schön wie gestern. Trotzdem vergnügen wir uns bei ein paar Abfahrten und genossen die herrliche Stimmung und das unglaublich beeindruckende Panorama.
Gegen 14:00 Uhr sind wir in Täsch abgefahren und vier Stunden später zu Hause angekommen. Am abend gabs dann noch ne Party bei Freunden, weshalb ich am Dienstag erst nachmittags losfuhr auf meinen Solotrip.

Eigentlich wollte ich noch ins Tessin (Valle Maggia), entschied mich dann aber doch für Flüelen. Wohl auch wegen den 3 Badeinseln, aber dazu später.
So düste ich los und nach nur 1 1/2h Fahrzeit traf ich bereits in Flüelen auf dem Camping ein. Das Wetter war leider nicht so toll doch sollte das meinem Kurztrip keinen Strich durch die Rechnung machen. Mein zugewiesener Standplatz entpuppte sich als „Zimmer mit Seeblick“, was ich natürlich sehr genoss. Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen so das ich mit dem Bike die Gegend erkunden kann. Der Seeuferweg nach Seedorf ist sehr zu empfehlen, denn dann kommt man automatisch zu den „Lorelei-Badeinseln“. Diese wurden künstlich mit dem NEAT-Bauschutt gestaltet. Es gibt drei für Tiere und Natur und drei für den Menschen zum baden. Eine wirklich sinnvolle Art, Mensch, Natur und Technik in Einklang zu bringen.
Nach kurzem verweilen mache ich mich auf, zurück zum Camping und zum Abendessen. Es gab Penne alla tonno. Schliesslich will ich für die morgige Biketour wohl genährt sein.

Mittwochmorgen um 10:16 Uhr den Zug nach Göschenen genommen. Von dort will ich mit dem Bike hinunter nach Flüelen fahren. Keine wirklich anspruchsvolle Tour, aber das kann man ja ausdehnen.
Diese Worte nahm ich mir etwas sehr zu Herzen, denn ich landete Zwischenzeitlich auf Wanderwegen, die vermutlich seit einigen Jahren nicht mehr begangen wurden. Überall Dornengestrüpp und Brennesseln, aber ich wollte nicht mehr umkehren. Irgendwann wurden die Wege dann besser und ich genoss die Fahrt durch verträumte Dörfer, kleine Weihler und einzelne Bauernhöfe mit mal mehr mal weniger aggressiven Hunden. 2 1/2h später bin ich wieder auf dem Campingplatz. Hier genoss ich das Nichtstun und schaute den Sufern auf dem Urnersee zu.

Leider sind jetzt meine Ferien zu Ende und das WoMo musste ich auch wieder abgeben. Doch wer weiss, vielleicht bin ich schon in ein paar Monaten stolzer WoMo-Besitzer.

6 Gedanken zu „Eine Woche WoMo Hymer-Exsis getestet

  1. Pingback: dostalk

  2. hm…und wie war er jetzt, der Hymer? Netter Reisebericht – leider wenig über das Fahrzeug. Und wegen dem bin icheigentlich über google hier gelandet. Den in Wülflingen hab ich übrigens auch schon mal von aussen angekuckt 😉

    Gruss Sigi – der heute auch mal einen Bavariacamp sol y sombra probegefahren hat. Auch nicht schlecht…

  3. Hi Sigi
    Du hast recht, hab wirklich nichts zum Exsis geschrieben. Mag daran liegen, dass er mir so gut gefallen hat, was jeglichen Kommentar überflüssig macht, oder weil der Reisebericht ohnehin schon so lang wurde. 🙂
    Werde einen kurzen Testbericht mit Fotos auch von innen, noch nach reichen.

  4. Hallo Peter,
    ja, ich habe den Exsis gekauft. Seit November 2006 fahre ich damit hauptsächlich im Winter in die Berge zum Skifahren. Mit seiner Grösse entspricht der Exsis genau meinen Vorstellungen.
    Gruss Tom

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