Ciao Christoph

Die Rote Fahne weht voran

Auch wenn er und auch er schon darüber geschrieben haben, mache ich das auch noch. Schliesslich ist heute ein besonderer Tag. Gleich zwei geschichtsträchtige Ereignisse prägten den heutigen Tag. Zum einen wurde der Vertrag von Lissabon von 27 europäischen Ländern unterzeichnet und, was uns in der Schweiz viel mehr beschäftigt, wurde die „personifizierte Respektlosigkeit“ – Zitat von Jacomet – aus der Regierung abgewählt.

Vier Jahre hat es gedauert bis das Parlament eingesehen hat, dass sich der Querulant vom Herrliberg nicht mässigen kann und schon gar nicht will. Dass er aufgeräumt haben soll, vieles aufgedeckt und voran gebracht hat mag ja sein. Auf welche Weise er aber diese wichtigen oder doch eher nichtigen Dinge zu Stande gebracht hat und dass aus seinem Departement alle mit differenzierter Meinung entlassen wurden, davon spricht in der totalitären „gegen-alles-und-keine-Ansätze-für-Lösungen-Partei“ niemand. Auch er selber behauptet immer wieder, dass die viel gelobte Konkordanz bei der Abstimmung mit Füssen getreten wurde, weil er ja während seiner Amtszeit keine Fehler gemacht habe und man in diesem Fall den Amtsinhaber erneut wähle. Oh doch hat er Fehler gemacht; er hat Anstand und Respekt missachtet.

Deswegen freut mich der frische Wind aus dem Bünderland, auch wenn Eveline Widmer-Schlumpf der selben Partei angehört wirkt sie auf mich – und das konnte man auch in diversen Interviews hören, sehen, lesen – als eine Frau mit Verhandlungsgeschick und vor allem mit dem nötigen Anstand und Respekt ihrer Amtskollegen gegenüber.

Ich schaue der politischen Zukunft der Schweiz äusserst positiv entgegen und vertraue auf die neue Regierung; egal ob diese nun eine Mitte-Links-Regierung ist oder was auch immer. Auch die angedrohte Opposition lässt mich kalt. Schliesslich war das schon immer der Stil der „gegen-alles-und-keine-Ansätze-für-Lösungen-Partei“.

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