{"id":316,"date":"2008-09-05T15:25:39","date_gmt":"2008-09-05T13:25:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.imot.ch\/wordpress\/2008\/09\/05\/ein-sommertraum"},"modified":"2013-03-01T20:59:25","modified_gmt":"2013-03-01T19:59:25","slug":"ein-sommertraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.imot.ch\/wordpress\/2008\/09\/05\/ein-sommertraum\/","title":{"rendered":"Ein Sommertraum"},"content":{"rendered":"<p>Seit ich mein WoMo habe, habe ich mir vorgenommen einmal von Ort zu Ort zu fahren und dort bekannte Bikestrecken abzustrampeln. Vor einem Jahr war ich mit dem Bike w\u00e4hrend vier Tagen auf der Top-of-Graub\u00fcnden Route unterwegs. In diesem Jahr hatte ich anderes vor. Die ausgew\u00e4hlten Routen waren: Val Mora beim M\u00fcnstertal, Tremalzo am Gardasee und Rasa am Lago Maggiore. Das Val Mora geh\u00f6rt zu den sch\u00f6nsten und unber\u00fchrtesten Hochalpent\u00e4ler der Schweiz. Der Tremalzo ist die K\u00f6nigsetappe am Gardasee mit fanstastischem Panorama und die Tour nach Rasa f\u00fchrt durch traumhafte Tessiner W\u00e4lder in ein Bergdorf das nur mit der Bergbahn oder auf einem Wanderweg erreichbar ist. Drei sch\u00f6ne Touren die praktisch alles bieten was das Bikerherz begehrt. Kombiniert hatte ich dieses Vorhaben mit dem Slackline-Event im Zillertal, einem Canyoning im Tessin und dem Slackline-Contest in Luzern. Hier nun der Reisebericht und die <a href=\"http:\/\/pic.imot.ch\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/\">Fotogalerie Ferien<\/a> und <a href=\"http:\/\/pic.imot.ch\/alben\/ferien_kurztripps\/iragna\/\">Fotogalerie Canyoning<\/a> von letzter Woche.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Freitag, Samstag, Slackline-Event in Mayrhofen, Zillertal<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Jumpline\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0698.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0698.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Am Freitag nach der Arbeit fuhr ich noch bis Landeck und parkte direkt bei einem Supermarkt. So konnte ich am Morgen noch ein paar Dinge einkaufen, ehe es weiter ging nach Mayrhofen. Dort erwartete mich ein sch\u00f6ner Waldplatz mit einer Handvoll kleiner Holzh\u00e4uschen. In der Mitte gabs eine B\u00fchne die zum Gl\u00fcck mit einem Zelt \u00fcberdacht war. Das Wetter war eben nicht wirklich toll. Immer wieder hatte es stark geregnet. Aber dem fr\u00f6hlichen treiben der Slackliner hatte das nicht geschadet. \u00dcberall waren Lines in verschiedenen L\u00e4ngen und H\u00f6hen gespannt und man konnte nach Herzenslust balancieren. Aber auch die Gespr\u00e4che mit Leuten die ich vom letzten Jahr kannte und mit neuen Leuten, kamen nicht zu kurz. Am Abend wurden dann ein paar Slacklinefilme gezeigt und der eine oder andere sorgte noch f\u00fcr ein paar zus\u00e4tzliche Lacher. Gegen halb zw\u00f6lf ging ich dann ins Bett.<\/p>\n<p><strong>Sonntag<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Waterline\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0712.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0712.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>F\u00fcr den heutigen Tag waren eingentlich ein paar Highlines in einer Schlucht geplant. Weil aber ein Bauer kurzerhand sein Einverst\u00e4ndnis zur\u00fcck zog, mussten sich die Veranstalter etwas neues einfallen lassen. So wurden \u00fcber einem kleinen und eiskalten Bergsee, dem Stillup Speicher, ein paar Waterlines gespannt. Ganz wagemutige begaben sich dann auf diese Lines und machten auch die Erfahrung, dass so ein Bergsee doch verdammt kalt ist. Es war ein riesen Gaudi bei ausnahmsweise heiterem Sonnenschein. So gegen 15:00 Uhr fuhr ich dann weiter \u00fcber den Reschenpass, hinein in den Vinschgau bis nach Sta. Maria. Dort fand ich beim Spital einen Parkplatz und das sollte auch mein Schlafplatz f\u00fcr diese Nacht sein. Nach einem kohlehydratreichen Spathettiessen, las ich noch etwas, genoss den Sonnenuntergang und den imposanten Blick auf die Berge. Vor dem Schlafen gehen schaute ich mir die Tour f\u00fcr den bevorstehenden Tag nochmals an und gegen 23:00 Uhr l\u00f6schte ich die Lichter.<\/p>\n<p><strong>Montag, Tour Val Mora<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Val Mora\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0727.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0727.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Der Wecker klingelte um 8:00 Uhr. Das Wetter sah sehr vielversprechend aus, obwohl die Nacht sehr kalt war. Erstmal Fr\u00fchst\u00fcck gemacht, die Route ein weiteres Mal im Kopf durchgegangen und um 9:30 Uhr war ich Abfahrt bereit. Auf Feld- Wald- und Wiesenwegen gings 800hm hoch zum Ofenpass. Das letzte St\u00fcck, ca. 200hm musste ich auf der Strasse fahren. Die Pause auf dem Pass war kurz, schliesslich war das erst der Anfang. Also schnell zwei Fotos gemacht und dann gings auch gleich in rasantem Tempo auf der Passstrasse hinunter. Bei der Abzweigung zur Alp Buffalora bog ich links in einen Wanderweg ein. Leicht steigend kurbelte ich hoch zur Alp und gleich weiter bis zur Ebene. Die letzten paar Meter konnte ich nicht mehr fahren, der Weg war einfach zu steil. Die Aussicht von hier oben war fantastisch und weit und breit keine Menschenseele. Weiter gings in leicht goupiertem Gel\u00e4nde auf den h\u00f6chsten Punkt der heutigen Tour; zur Juf-Plaun auf 2335 m.\u00fc.M. Ab hier sah man endlich ins Val Mora hinein. Zuerst aber musste ich mal runter kommen in dieses Tal und das auf einem verwegenen Downhill, der nicht immer fahrbar war. Es kann schon frustrierend sein, wenn man sein Bike den Berg runter schieben muss. Nun endlich lag es vor mir, das Val Mora. Wie war ich doch letztes Jahr entt\u00e4uscht als wir wegen durchn\u00e4sster Kleider auf diese Strecke verzichten mussten. Deswegen genoss ich es noch vielmehr, auch wenn der Weg nun immer leicht anstieg bis zur D\u00f6ss Radond. Das Val Mora lag nun hinter mir und w\u00e4hrend ich noch mal einen letzten Blick zur\u00fcck warf, zog ich mir noch schnell meine Jacke an. Denn jetzt folgte ein fast 1000hm Downhill hinunter nach Sta. Maria. Mein Fully kam hier voll auf seine Kosten und ich nat\u00fcrlich auch. \ud83d\ude42 Immer mal wieder musste ich einen Halt einlegen, um meinen Fingern vom Bremsen eine Pause zu g\u00f6hnen. Nach f\u00fcnf Stunden war ich gl\u00fccklich aber ersch\u00f6pft zur\u00fcck beim WoMo. Weil es erst 15:00 Uhr war, entschied ich mich heute noch an den Gardasee zufahren. Also dann, alles eingepackt und schon gings los durch den\u00a0<a title=\"urlaub-vinschgau\" href=\"http:\/\/www.urlaub-vinschgau.net\/\" target=\"_blank\">wundersch\u00f6nen Vinschgau<\/a> und weiter bis nach Riva del Garda. Ich erreichte den teuren Stellplatz (24 Euro\/24h) gegen halb sieben, duschte und ging dann eine Pizza essen. Sp\u00e4ter musste ich noch irgendwo Kleingeld wechseln, weil der Parkscheinautomat keine Noten aktzepierte. Trotz der Odyssey durch mehrere Restaurants genoss ich den lauen Abend bei einem k\u00fchlen Bier und kroch &#8211; 19 Euro \u00e4rmer &#8211; um halb zw\u00f6lf ins Bett.<\/p>\n<p><strong>Daten zur Tour:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Distanz: 42.03Km<\/li>\n<li>Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.3 Km\/h<\/li>\n<li>Durchschnittssteigung: 9%<\/li>\n<li>Durchschnittsgef\u00e4lle: 10%<\/li>\n<li>Zeit: 4:02:37<\/li>\n<li>H\u00f6chstgeschwindigkeit: 64.9 Km\/h<\/li>\n<li>H\u00f6henmeter (hoch): 1324 Hm<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dienstag, Tour Tremalzo<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Ponalestrasse\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0748.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0748.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Weil der Tremalzo als anspruchsvolle Tour gilt, war ich schon um 9:00 Uhr auf dem Bike und radelte durch Riva. Schon kurz darauf folgt der 500hm Anstieg auf der eindr\u00fccklichen Ponalestrasse hoch zum Ledrosee. Da ich gut in der Zeit lag, setzte ich mich am See auf eine Bank und genoss den Ausblick. Nebenbei hatte ich einen sch\u00f6nen Stellplatz direkt am See entdeckt, welcher sogar nichts kostete. Da mir der Stellplatz in Riva zu teuer war und es mir hier am Ledrosee gefiel, entschied ich mich, am Abend nach der Tour hierher zu kommen. Nun gings aber weiter rund um den See und weiter zum Lago d&#8217;Ampola. Schliesslich lagen doch noch gut 1500hm vor mir. Der Lago d&#8217;Ampola ist nur ein ganz kleiner See; eher ein Weiher und rundherum hat es einen Naturlehrpfad. Nach dem See bagann die Steigung auf einer Asphaltstrasse hoch zum Tremalzo. Ich litt unbglaublich w\u00e4hrend den drei Stunden die ich mich da hoch k\u00e4mpfte. Kurz vor dem Pass wurde ich sogar von Kr\u00e4mpfen in meinen Oberschenkeln gesch\u00fcttelt und nat\u00fcrlich hatte ich kein Magnesium dabei. Nach zehn Minuten gings es wieder einigermassen und ich konnte weiter fahren bzw. schieben. Jetzt noch durch den Tunnel und ich war am h\u00f6chsten Punkt der heutigen Tour. Das Panorama auf die Berge und den Gardasee vor mir war \u00fcberw\u00e4ltigend. Nun folgte ein Downhill auf einer Schotterstrasse, aber nicht fest gepresster Schotter, sondern loser Schwimmschotter. Ich musste h\u00f6llisch aufpassen dass mir mein Vorderrad nicht wegdriftete. Bald aber wich die Schotterstrasse einem Waldweg und es folgten noch ein paar kleinere Gegenanstiege, bevor ich in Pregasina wieder auf die Ponalestrasse einbog. Noch einmal genoss ich diese imposante Strasse, welche in den Fels gehauen und hoch \u00fcber dem See verl\u00e4uft und mich wieder zur\u00fcck nach Riva f\u00fchrte. Auch wenn es verleitet, zu schnell sollte man hier nicht unterwegs sein. Denn ein Verbremser h\u00e4tte fatale Folgen. Wieder zur\u00fcck auf dem Stellplatz, musste ich zuerst mal was K\u00fchles trinken und wurde im K\u00fchlschrank auch gleich f\u00fcndig. Nachdem ich mich erholt und meine sieben Sachen vestaut hatte, fuhr ich mit dem WoMo hoch zum Ledrosee. Auf dem Stellplatz den ich heute morgen entdeckt hatte, gab es noch reichlich Platz und nette hilfsbereite Menschen. So hat mir ein Italiener geholfen mein WoMo gerade auszurichten. Nach einem kurzen Bad im See ging ich im Restaurant gleich beim See ein leckeres Picata Milanese mit Pommes essen. Danach habe ich am See noch ein wenig gelesen, bin aber schon bald m\u00fcde und ersch\u00f6pft ins Bett gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Daten zur Tour:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Distanz: 71.28Km<\/li>\n<li>Durchschnittsgeschwindigkeit: 10.5 Km\/h<\/li>\n<li>Durchschnittssteigung: 7%<\/li>\n<li>Durchschnittsgef\u00e4lle: 10%<\/li>\n<li>Zeit: 6:43:31<\/li>\n<li>H\u00f6chstgeschwindigkeit: 49.7 Km\/h<\/li>\n<li>H\u00f6henmeter (hoch): 2033 Hm<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Mittwoch, Ruhetag<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Ruhetag\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0755.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0755.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Hat gut getan mal so richtig auszuschlafen. Nach zwei Tagen auf Biketour legte ich heute einen Ruhetag ein. Ich kroch also erst um halb zehn langsam aus den Federn. Nach einem kleinen Fr\u00fchst\u00fcck putzte ich mein WoMo. Sch\u00f6n gem\u00fctlich und absolut relaxt. Schliesslich bin ich in den Ferien. Nach einer Weile am See sitzen und im Buch lesen, schlenderte ich dem See entlang und durchs malerische norditalienische Dorf. Weil meine Beine immer noch m\u00fcde waren und sich von den Kr\u00e4mpfen am Vortag auch schon ein Muskelkater anschlich, setzte ich mich wieder an den See und las viel. Zwischendurch spannte ich die Slackline, man kann ja nicht nur rumsitzen. Am Abend ass ich dann eine scharfe Pizza, g\u00f6hnte mir danach einen Espresso und setzte mich wieder hinter mein Buch. Muss ein lustiger Anblick gewesen sein f\u00fcr Abendspazierg\u00e4nger, wenn sie mich mit Stirnlampe bewaffnet in einem Campingstuhl sitzend und in einem Buch lesend, gesehen haben.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Stellplatz Locarno\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0761.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0761.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Noch einmal habe ich ausgeschlafen, gem\u00fctlich gefr\u00fchst\u00fcckt und danach noch etwas gelesen. Um 12:00 Uhr fuhr ich dann in Molina di Ledro ab. Hierher werde ich bestimmt wieder einmal kommen. Der schnellste Weg w\u00e4re eigentlich \u00fcber die Autobahn. Weil mich aber der Lago schon in seinen Bann gezogen hatte, fuhr ich das ganze Westufer dem See entlang. So dauerte es etwas l\u00e4nger aber daf\u00fcr war die Aussicht um ein vielfaches besser. Ab und zu sah es so aus, als ob ich am Meer entlang fahren w\u00fcrde. Fantastisch diese Gegend; la vita \u00e8 bella! In Brescia wechselte ich dann auf die Autobahn Richtung Mailand und dort weiter nach Chiasso. Durch den Zoll \u00fcber den Monte Ceneri und dann war ich schon in Locarno. Den Wegweiser folgend fand ich schnell zum Stellplatz beim Maggia-Delta. Es war noch immer sehr warm so dass ich vor dem Abendessen noch ein bisschen schwimmen ging. Nach einem Spaziergang durch Locarno ging ich dann um Mitternacht ins Bett.<\/p>\n<p><strong>Freitag, Tour Rasa<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Rasa\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0774.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/sommertraum\/CIMG0774.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Heute stand die letzte Biketour f\u00fcr diese Sommerferien auf dem Programm. Nach einem st\u00e4rkenden Bikem\u00fcsli startete ich um 9:30 Uhr in Locarno. Trotz der fr\u00fchen Stunde war es schon sehr heiss und die Sonne brannte mir fast Pausenlos auf den Kopf, w\u00e4hrend ich die knapp 1000hm hoch kurbelte. Die Anstrengung wurde daf\u00fcr mit einem fantastische Panorama belohnt. Bis auf die letzten 150hm war die Strasse asphaltiert und wechselte dann in einen mit Steinen durchsetzten Waldweg. Endlich auf dem h\u00f6chsten Punkt, zwar mitten im Wald daf\u00fcr etwas k\u00fchler als an der prallen Sonne. Hier folgte nun ein technisch anspruchsvoller Downhill hinunter nach Rasa. Heil und ohne Sturz dort angekommen, g\u00f6hnte ich mir eine Cola wegen des enorm hohen Zuckergehalts. Vielleicht war aber auch genau diese Abnormalit\u00e4t im Gegensatz zu meinen anderen Touren, der ausschlaggebende Punkt. Denn ab hier \u00e4nderte sich mein Gem\u00fctszustand ziemlich rasch. Die ersten 100hm von Rasa hinunter Richtung Bordei, verliefen auf einem herrlichen Singletrail. Doch dann ging der Weg einfach nicht mehr weiter. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht ob da wirklich kein Weg war, oder ob er einfach mit Laub zugedeckt war. Irgendwie hatte es immer mal wieder etwas das einem Weg zumindest geglichen hatte. Dummerweise k\u00e4mpfte ich mich trotzdem weiter runter, was enorm viel Kraft gekostet hatte, bis ich bei einem Fluss landete. Ab hier nahm dann das Unheil seinen Lauf. Ich dachte mir, dass ich durch den Fluss weiter gehen kann und dann irgendwo wieder einen Weg finden werde. Falsch gedacht. Nach einer guten Stunde im Fluss, entschied ich mich wieder aufzusteigen; was noch viel kr\u00e4fteraubender war. Irgendwann ging es dann aber nicht mehr weiter, denn vor mir war ein Abgrund und ich mit den Kr\u00e4ften v\u00f6llig am Ende. So habe ich nach langem hin und her entschieden fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich w\u00e4hlte also die 1414 und nach einer halben Stunde h\u00f6rte ich den Helikopter der REGA. Mit der Seilwinde wurde ein Bergf\u00fchrer zu mir herunter gelassen, der hat mir einen Sitzgurt angezogen, mich eingehakt und schon kurz darauf war ich in der Luft. Der Flug dauerte keine Minute und schon hatte ich auf einer Wiese ca. 200hm weiter oben, wieder festen Boden unter den F\u00fcssen. Der Bergf\u00fchrer wurde dann wieder an den Ausgangspunkt zur\u00fcck geflogen und abgeseilt, denn nur so konnte er mein Bike bergen. Die REGA darf leider keine Warentransporte an die Seilwinde h\u00e4ngen wegen der Unfallgefahr. So musste der Bergf\u00fchrer mit meinem Bike zuerst hinunter zum Fluss kraxeln und dann auf einem alten Fischerweg hoch zur Wiese, auf der der Helikopter und ich warteten. Nach 20 Minuten kam er aus dem Wald hervor zusammen mit meinem Bike. Weil ich ausser ein paar Prellungen und Sch\u00fcrfungen keine Verletzungen hatte, fuhr ich mit dem Bike auf der Hauptstrasse durchs Centovalli und zur\u00fcck nach Locarno zum Stellplatz. Schade musste das noch passieren. War doch diese Woche gepr\u00e4gt von sch\u00f6nen Erlebnissen und bleibenden Eindr\u00fccken. Die Schuld lag aber ganz klar bei mir, weil ich keine richtige Wanderkarte dabei hatte. Sollte ich doch wissen, dass in den Bergen eine Karte einfach dazu geh\u00f6rt. Auf Skitouren habe ich schliesslich auch immer eine dabei. Meine einzige Navigationshilfe war die Routenbeschreibung der Bike-Explorer CD-ROM. Zum Gl\u00fcck funktionierte aber mein Handy. Nicht auszudenken was passiert w\u00e4re, wenn ich im Fluss ausgerutscht und mein Handy baden gegangen w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Daten zur Tour:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Distanz: 42.8Km<\/li>\n<li>Durchschnittsgeschwindigkeit: 7.9Km\/h<\/li>\n<li>Durchschnittssteigung: 9%<\/li>\n<li>Durchschnittsgef\u00e4lle: 12%<\/li>\n<li>Zeit: 3:15:53<\/li>\n<li>H\u00f6chstgeschwindigkeit: 32.6 Km\/h<\/li>\n<li>H\u00f6henmeter (hoch): 1231 Hm<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Samstag<\/strong><\/p>\n<p>Nach einer unruhigen Nacht mit qu\u00e4lenden Gedanken vom Vortag, war ich gegen halb neun aufgestanden. Habe dann gem\u00fctlich gefr\u00fchst\u00fcckt, die Sonne genossen und fuhr um halb elf los Richtung Biasca. Dort angekommen und das WoMo am Bahnhof geparkt, kaufte ich im Supermarkt ein paar Dinge ein. Den ganzen Nachmittag verbrachte ich dann etwas oberhalb von Biasca bei der San Petronilla Kapelle. Dort hat es einen traumhaften Badeplatz bei einem herrlich erfrischenden Bach mit grossen ausgewaschenen Pools. Die Aussicht auf Biasca und die Leventina hinauf ist grandios. So sch\u00f6n, dass man fast nicht mehr weg will. Aber auch die sch\u00f6nste Zeit hat ein Ende und somit bin ich nach ein paar Stunden wieder zur\u00fcck zum Bahnhof gelaufen. Eigentlich war es noch nicht Essenszeit, trotzdem versp\u00fcrte ich schon einen grossen Hunger. Ich ging dann einmal mehr eine leckere Pizza essen. Der Schlafplatz war schnell gefunden, war ich doch vor ein paar Wochen schon einmal hier. Nur mit dem Unterschied dass auf dem Fussballplatz, neben dem ich schlafen wollte, noch ein Fussballspiel statt fand. Auch gut, so schaute ich dem Geschehen zu und sah immerhin neun Tore. Um Mitternacht waren dann alle weg und ich konnte in mein Bett steigen.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, Canyoning<\/strong><\/p>\n<div style=\"float: left; margin: 5px;\"><a title=\"Gemeinschaftspool\" href=\"\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/iragna\/P8310028.jpg\" rel=\"lightbox[toess]\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.imot.ch\/webalbum-blog\/alben\/ferien_kurztripps\/iragna\/P8310028.jpg\" width=\"120\" \/><\/a><\/div>\n<p>Um 8:00 Uhr klingelte der Wecker und ich stand ohne M\u00fche auf. Hatte mir ein reichhaltiges Fr\u00fchst\u00fcck zubereitet, denn heute stand wieder ein Canyoning auf dem Programm. Genau wie vor ein paar Wochen als ich in der Boggera-Schlucht auf einem Level 2 Canonying war. F\u00fcr den Anfang und um diese interessante Sportart kennen zulernen, eine gute Wahl. Dieses mal sollte es aber ein bisschen extremer werden; genauer gesagt eine Level 3 Tour. Um halb zehn besammelten wir uns bei der Homebase von SwissChallenge in Cresciano, bekamen unsere Ausr\u00fcstung und fuhren bald darauf los nach Iragna. Von hier gings dann zu Fuss auf einem schmalen, teils ausgesetzen Weg ca. 40 Minuten den Berg hoch bis zum Einstieg zur Schlucht. Und schon gings los mit dem ersten Sprung in ein grosses Becken. Hier merkte man auch, dass wir jetzt wirklich in einer Schlucht waren. Rechts und links gings praktisch senkrecht den Fels hoch, was aber nie ein beklemmendes Gef\u00fchl ausgel\u00f6st hatte. Zu sch\u00f6n sind die ausgewaschenen, zu abstrakten Gebilde geformten Felsen. Ab und zu wenn die B\u00e4ume und B\u00fcsche in die Schlucht hinein ragten, konnte man denken, man sei im Dschungel. Immer weiter und tiefer kamen wir rein in die Schlucht. Es gab tolle Rutschen, 15m hohe Spr\u00fcnge und fast 40m hohe Abseilstellen durch Wasserf\u00e4lle. Nach 4 1\/2h waren wir wieder beim Parkplatz, verstauten unsere Ausr\u00fcstung und fuhren zur\u00fcck nach Cresciano. Gegen 15:00 Uhr machte ich mich auf den Heimweg, einmal mehr \u00fcber den Gotthard. Auch wenn es l\u00e4nger dauert \u00fcber den Gotthard zu fahren, um im Stau zu stehen hatte ich eben echt keine Lust. In Luzern legte ich einen Zwischenhalt ein, denn dort wurde in der Seebadi ein Slackline-Contest ausgetragen. Das durfte ich mir nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen. Eine tolle Location mit Lines die \u00fcber das Wasser gespannt waren. Leider sind mir keine f\u00fcnf Schritte gelungen, was normalerweise kein Problem ist. Aber was solls, hautpsache es hat Spass gemacht. Gegen 22:00 Uhr war ich dann wieder zu Hause und meine Sommerferien somit zu Ende. Es waren neun unvergessliche Tage in denen ich viel erlebt habe, mit dem WoMo 1500km gefahren bin und insgesamt 500 CHF ausgegeben habe. Mit dem Bike habe ich ca. 150km und 4500hm abgestrampelt und die wahrscheinlich sch\u00f6nsten und anspruchvollsten Strecken meiner bisherigen Touren kennen gelernt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ich mein WoMo habe, habe ich mir vorgenommen einmal von Ort zu Ort zu fahren und dort bekannte Bikestrecken abzustrampeln. Vor einem Jahr war ich mit dem Bike w\u00e4hrend vier Tagen auf der Top-of-Graub\u00fcnden Route unterwegs. 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